End of summer

Es ist wahr: Ich bin keine 16 mehr. Auch keine 18… Manchmal wird mir das schmerzhaft bewusst, wie etwa bei der Lektüre, die mich in den vergangene vier Tagen begleitet hat. Nachdem ich zahlreiche Bücher gelesen habe, die mich noch in den Schlaf verfolgt haben, musste mal wieder etwas Leichteres her. Berichte zu dem „harten Stoff“ folgen. Jetzt aber will ich erst einmal erzählen, warum ich es so schade finde, keine 16 mehr zu sein – buchtechnisch gesehen.

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Freitagmittag machte ich es mir bequem mit dem Thriller „Und keiner wird Dich kennen“ von Katja Brandis aus dem Verlag Beltz und Gelberg, der seinen Sitz im nahen Weinheim hat. Und schon nach wenigen Seiten konnte ich den Roman um die 16-jährige Maja nicht mehr aus der Hand legen. Vor Jahren wurden Majas Mutter Lila, ihr kleiner Bruder Elias und Maja vom damaligen Freund der Mutter gestalkt. Für tätliche Übergriffe gegen Lila wanderte er ins Gefängnis. Nun aber kommt er in wenigen Tagen frei und für die Familie beginnt erneut ein Albtraum. Das Opferschutzprogramm hilft ihnen unterzutauchen – aber dann begeht Maja einen großen Fehler, denn sie kann sich einfach nicht an den Gedanken gewöhnen, ihre  erste Liebe Lorenzo nicht wiederzusehen…

Ich habe für den Roman, der für Jugendliche ab 12 freigegeben ist, einen Tag gebraucht. Er ist spannend, anrührend geschrieben und ich kann mir vorstellen, wie mein Herz als 12 Jährige geklopft hätte. Daher: uneingeschränkte Empfehlung nicht nur für Jugendliche!

Katja Brandis

Und keiner wird dich kennen
Thriller
EUR 16,95 BELTZ und GELBERG

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Den Sonntag habe ich dann den Tag mit Ellie und Graham in Maine verbracht. Hier wurde es nicht nur spannend, sondern vor allem auch romantisch. In Jennifer E. Smith‘ Roman „Der Geschmack von Glück“ wird wahr, wovon Teenies träumen: Der 17-jährige Top-Schauspieler Graham verliebt ungesehen sich in die gleichaltrige Ellie. Sie ist ein ganz normales Mädchen aus einer ländlichen Stadt in Maine: ein Mädchen mit roten Haaren und Sommersprossen, einem Nebenjob in der Eisdiele und dem Traum von einem Lyrikseminar in Harvard. Ein Tippfehler in einer E-Mail macht dieses Märchen wahr. Dennoch: Es wird nie kitschig oder zum Augenrollen, sondern angenehm. Ich habe mich gerne mit den Protagonisten durch die vielen Seiten geschlagen und das Rätsel um Ellies Scheu vor der Kamera gelöst und natürlich wie eine 16 Jährige gehofft, dass es gut ausgeht für die Beiden.

Der Geschmack von Glück (Hardcover)

von Jennifer E. Smith

17,90 Euro, Carlsen

Ach, ich wünschte, ich wäre auch noch mal 16 Jahre alt. Diese End-of-Summer-Lektüre war wirklich verlockend und wird mich bis zur nächsten schweren Kost mit angenehmen Träumen versorgen!

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