Amour fou

100_6749 Vor diesem Moment habe ich mich gefürchtet: Meine Meinung zu einem Roman aufschreiben zu müssen, den ich sehr gerne gelesen habe, dessen Ende mir aber immer noch schwer im Magen liegt.

Fangen wir so an: Wer nach einem Happy End sucht, der wird hier im klassischen Sinne mit eben diesem nicht bedient. Aber genau das wünscht man sich so von Susann Pástors Roman „Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts“ – und damit spielt sie, lullt den Leser ein in Hoffnung und lässt diese Seifenblase dann jäh platzen, gekonnt und im Grunde durch den Buchtitel schon absehbar. Dieser Titel war es auch, der mich dazu verführt hat, das Buch unbedingt lesen zu wollen. Es fängt ein wenig gewöhnungsbedürftig an. Die Protagonistin Mila findet sich auf einem Schweigeseminar wieder, gejagt von den Geistern ihrer Vergangenheit. Die Schilderung dieses Seminars fand ich zunächst etwas langwierig, aber es ist eine gut zu ertragende Langwierigkeit. Am Ende des Seminars trifft Mila Simon. Eigentlich will sie ihn nur bis in die Stadt mitnehmen. Stattdessen landen sie mitten im Herzen des Anderen und eine bittersüße Amour fou beginnt.

Pástor hat mich in den Kapiteln, in denen sich Mila und Simon in einander verlieben ganz schön durch ein eigenes Gefühlschaos gejagt – keine Ahnung, wie sie das geschafft hat – aber es war auf seine Art wunderbar. Und genau deshalb ist der Roman so lesenswert!

Susann Pásztor
Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts

ISBN: 978-3-462-04526-0

KiWi 1326
8,99 €

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