Den Tod betrügen, ist eine schlechte Idee

DSC01626Den Tod betrügen, ist eine schlechte Idee. Das erfährt auch der brummige Brandner Kaspar. Reinhard Mahlberg verkörpert ihn unsympathisch und sympathisch zugleich. Ganz anders, als ich es von ihm gewohnt bin. Darauf muss man sich erst einmal einstellen,  wie auf das gesamte Stück „Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben“ überhaupt. Denn es ist in bayerischer Mundart gehalten und daher schon erst einmal gewöhnungsbedürftig. Dass es gelingt, sich darauf einzulassen, dafür sorgt das NTM-Ensemble bestens.

DSC01628Das Stück rangiert zwischen Komödie und Tragödie, das aber gelingt ihm perfekt. Die traurigen Aspekte werden von lustig-skurrilen Momenten abgelöst, aber am Ende klingen sie nach. Denn, den Tod überlistet zu haben, ist zwar der Traum der Menschheit, aber wie sinnig ist es, das fragt man sich am Ende.

DSC01616Der verschuldete Brandner Kaspar ist 72 Jahre mehr schlecht als recht durchs Leben gekommen, wahrscheinlich zum Teil auch hier nur mit miesen Tricks. Als eines Tages der Tod, der »Boanlkramer«, kommt, um ihn zu holen, weiß er ihn zu betrügen. Der Tod ist aber auch leicht zu betrügen, irgendwie ist er, wie die Bayern sagen würden, „a Depp“, und Boris Koneczny verkörpert ihn wunderbar tollpatschig und irgendwie sogar liebenswert, ja sogar Mitleid hat man an einigen Stellen mit ihm. Und bei viel Kirschschnaps lässt er sich also von dem Alten um 18 Lebensjahre betrügen – mit ungeahnten Folgen für alle!

DSC01622Für den Brandner Kaspar beginnt ein Leben ohne Todesfurcht, denn ER kann ja nicht sterben… Aber seine geliebte Enkelin Marei (die, wie immer wunderbare Katharina Hauter, die für die 24-jährige Marei aber irgendwie zu erwachsen erscheint), die kann schon sterben. Und plötzlich findet sie sich im Vorhof zum Himmel wieder, mit allerlei irrwitzigen Gestalten (in Doppelrollen: Stefan Reck, herrlich: Jacques Malan, Sven Prietz und Almut Henkel).

DSC01618Aber auch dort bleibt der Trick bzw. Irrtum nicht lange unbemerkt und der Tod wird von Petrus aufgefordert, seinen Auftrag endlich auszuführen. Aber, Spielschulden sind schließlich auch zwischen Himmel und Hölle Ehrenschulden, Der Tod, an seine Spielschuld gebunden, muss nun seinerseits zu einer List greifen. Er lockt den Alten − nur zum »Anschauen«, wie er sagt, − in den Vorhof des Paradieses. Der Brandner Kaspar ist von der himmlischen Örtlichkeit so überwältigt, dass er unbedingt bleiben will. Doch zuerst muss das Himmlische Gericht über seine irdischen Sünden urteilen…DSC01620

Es gibt viele Szenen, die aus dem Stück hervor gehoben werden müssten, nicht zuletzt die absurden Szenen im Himmel (Halleluja an dieser Stelle an Jacques Malan, er weiß schon, warum).

Aber auch das Bühnenbild verdient besondere Erwähnung. Es mag mühsam sein, dem Bayerisch zu folgen und ein wenig unzufrieden geht man mit dem Ende des Stücks nach Hause, aber das, ist es alle Mal wert!

Termine und Karten für das Stück gibt es hier: http://www.nationaltheater-mannheim.de/de/schauspiel/stueck_details.php?SID=2274

 

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Überleben um jeden Preis

DSC_0008 Robies Leben ist eigentlich schon abgefahren genug. Ihre Eltern leben als Forscher auf einer Insel, die man am besten mit einem Flugzeug erreichen kann. Im Sommer darf Robie Urlaub bei ihrer Tante in Hawaii machen. Deren Abwesenheit führt letztlich zu Robies folgenschwerer Entscheidung, an einem gewittrigen Abend das Lastenflugzeug, das Platz für Waren und Nötiges hat – und auch einen für Robie, was allerdings außer den Piloten niemand weiß.DSC_0009

Als ihr Flugzeug abstürzt, rettet Co-Pilot Max Robie auf ein Rettungsfloß, aber auch er überlebt nicht mehr lange. Robie treibt auf sich alleine gestellt über das Meer, ohne Nahrung und ohne Wasser. Niemand weiß, dass sie überhaupt an Bord war. Wird Robie überleben?

Der Roman „Nichts als überleben“ von S.A. Bodeen lässt sich sehr flüssig lesen und irgendwie will man wirklich immer wissen, wie es Robie geht und ob sie überlebt. Dabei lernt der Leser einige Fakten über das Meer, Hawaii und viele Inseln, über Vögel, anderes Getier und Umweltverschmutzung. Vor allem für junge Leser könnte dies sehr prägend sein.

S.A. Bodeen

Nichts als überleben, Beltz

ISBN:978-3-407-74581-1

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Reise in die Vergangenheit

Das Haus, das eigentlich Pencrew heißt und irgendwo in der Pampas von Cornwall steht, wird von allen Black Rabbit Hall genannt und gibt damit dem Roman von Eve Chase den Titel vor. Das ist auch gut so, denn tatsächlich ist das Haus die treibende Kraft im Roman, und nicht die Menschen.

DSC_0003 (1) Irgendwie ist der Roman fast ein wenig episch. Jedenfalls auf eine moderne Art. Ich habe den dicken Wälzer (wie könnte es auch anders sein, bei einer langen Familiengeschichte, die immer noch mit der Gegenwart verwoben ist?) verschlungen und ich kann sagen, dass diese Geschichte nun wahrlich zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist. Ein wenig habe ich das schon geahnt, als ich in die Leseprobe geschaut hatte.

Lorna und ihr Verlobter suchen nach einer Lokation für ihre Hochzeit. Cornwall muss es sein und als Lorna in Black Rabbit Hall steht, weiß sie, dass sie hier heiraten will und nirgendwo sonst. Aber sie spürt auch, dass das alte Gebäude eine Geschichte birgt, in die sie mit verwickelt zu sein scheint.

DSC_0004Diese Geschichte erfährt der Leser abwechselnd zu Lornas. Es ist die von den Geschwistern,  die einst in Black Rabbit Hall zu Hause gewesen sind: Amber, Toby, Barney und Kitty. Im Jahr 1968 ändert sich für die glückliche Familie alles – und Black Rabbit Hall verliert seinen Status als Zufluchtsort.

Besonders schön ist, dass der Roman nicht einfach damit endet, dass Lorna heiratet und man die Geschichte der vier Geschwister erfahren hat, sondern noch ein gutes Stück darüber hinaus geht und zeigt, wie sehr die Geschichten miteinander verwoben sind.

Eve Chase

Black Rabbit Hall. Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert. Blanvalet

ISBN: 978-3-7645-0560-8

 

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Rein oder nicht rein (gehen und „Hamlet“ sehen)?

DSC_0001Um die Frage in der Überschrift zu beantworten: Ganz klar rein gehen und Hamlet im Nationaltheater Mannheim sehen. Zuvor allerdings die Erwartungen an den Shakespeare-Stoff zurück schrauben! Dann wird es ein erstklassig gespielter und unterhaltsamer Abend. Wer aber kommt, um Shakespeare zu sehen, der ist hier leider an der falschen Adresse und könnte möglicherweise ein wenig pikiert sein, über die „Verfremdung“, die das Stück hier erfährt.

Das lässt schon der Aufbau des Bühnenbildes erahnen, das an eine weiße Halfpipe aussieht und ansonsten eher karg ist.  Übermütig tollen Hamlet und Ophelia herum. Wunderbar verrückt und so fesselnd, spielt Julius Forster seinen Hamlet, der meistens dem Wahn näher ist, als dem Leben. Schon er alleine macht dieses Stück sehenswert. Ein Glück, dass seine (Spiel-)Partnerin die unvergleichliche Katharina Hauter ist. Ihre Ophelia ist auf ihre ganz eigene Art so zart und verletzlich. Mitten hinein in das unbeschwerte und doch melancholische Dasein der beiden, platzt das Erscheinen des Geistes von Hamlets Vater (Klaus Rodewald). Was muss ich noch an Worten über Klaus Rodewald sagen? Sobald er die Bühne betritt, dominiert er sie auch. Wenn er auch in Forster einen nicht weniger präsenten Spielpartner hat.

DSC_0002Der Vater von Hamlet ist plötzlich gestorben. In dieser Version ist er kein König, sondern ein Firmenmogul. Der Geist behauptet nun, sein Bruder, also Hamlets Onkel, habe ihn ermordet. Und er fordert Rache durch seinen Sohn. Onkel Claudius (Stefan Reck, viel zu nett für einen Schurken!) hat inzwischen Hamlets Mutter Gertrud (Anke Schubert, großartig kaltherzig) geheiratet und übernimmt mit ihr die Leitung der Firma. Hamlet, desinteressiert daran und dennoch der rechtmäßige Erbe, wird zunehmend eifersüchtiger auf die Mutter, ihr neues Glück, dass sie so einfach den Vater vergessen hat – und wahnsinniger wird er im gleichen Maß. Sein Wahn reißt sie schließlich alle zusammen in den Abgrund, auch Ophelias Vater Polonius (Edgar M. Böhlke, erinnert in seiner Erscheinung an Blacky Fuchsberger) und die bezaubernden „Wachhunde“ Rosencrantz (Matthias Thömmes, sehr 90er Jahre!) und Guildenstern (Sven Prietz, niedlich hözern), das schwule Pärchen, das am Ende des Stücks mein ganzes Mitgefühl erregt hat.

Helena Daehler, die das Stück nicht nur musikalisch umrahmt, ist nicht nur Rahmen, sondern wirkt aktiv im Geschehen mit. Das ist am Anfang etwas verwirrend, da sie keine „klassische“ Rolle übernimmt, sondern immer sie selbst bleibt. Ihr Erscheinen reiht sich aber ein in die Reihe ihrer Auftritte der Stücke, u.a. bei Emilia Galotti. Ihre Lieder auf Schwiizerdütsch gehören schon fast zu den Stücken von Elmar Goerden dazu.

DSC_0003Ich mag zu modern inszenierte Stücke eigentlich nicht. Aber trotz allem muss ich zugeben, dass ich fasziniert bin von dieser Version. Mein Highlight, da unerwartet und unverschämt witzig, war die Tischrede Hamlets am Weihnachtstag; im Stück unbedingt darauf achten…

William Shakespeares wohl berühmteste Tragödie, uraufgeführt 1601, zeigt eine Welt, die aus den Fugen gerät, und in der die Grenzen zwischen Realität, Intrigentheater und Verfolgungswahn verwischen. Und daran hält sich auch Goerden, auf seine Weise.
Gut, dass es in der Ankündigung daher gleich „nach William Shakespeare in der Fassung von Elmar Goerden“ heißt.

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Letzte Runde Quiiiiek

Zum letzten Mal ermitteln sie, die Erdmännchen aus dem Berliner Zoo, die ich so lieb gewonnen habe. Ein wenig schmerzlich war sie daher schon, die „Letzte Runde“ von Moritz Matthies.

DSC_0001 (5)Leider fehlt dieses Mal der richtige Knall. Zwar ist es schön, dass bei diesem Fall mehr Tiere des Zoos zu Wort kommen, aber die Spannung bleibt aus. Die Handlung um Diebe, die im Zoo ihr Unwesen treiben und Tiere berauben, dümpelt vor sich hin. Mit Schrecken habe ich gesehen, dass ich mich beim Lesen schon dem Ende des Roman näherte, obwohl gefühlt noch nicht allzu viel passiert war.

Dieses Mal ist es ein sehr persönlicher Fall für die Tiere im Berliner Zoo. Denn ein Verrückter will ihre besonderen Artefakte: Kunzes Löwenmähne, Elchschaufeln oder Erdmännchenfell. Aber das Fell eines ganz besonderen Erdmännchens, das auch Rays Leben verändern wird.

Noch immer ist die Krimi-Reihe originell und liebenswert und ich bedauere es, dass wir nun zum letzte Mal Quiek sagen. Gerade vom Abschluss der Reihe hatte ich mir jedoch ein wenig mehr versprochen.

Moritz Matthies

Letzte Runde, S. Fischer

ISBN: 978-3-651-02448-9

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Glückliche Menschen lesen –

gmkairGlückliche Menschen lesen – und hoffen auf ein Happyend.

So hätte man den Titel auch gestalten können. Anstatt für die richtige Übersetzung, die auch im Roman genauso vorkommt „Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee“, hat man sich aber für „Glückliche Menschen küssen auch im Regen“ entschieden – und damit dem Roman von Agnés Martin-Lugand nicht mehr in eine andere Richtung lenken können. „Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee“ ist das Literaturcafé, das Diane einst in Paris betrieben hat. Bevor ihr Mann und ihre kleine Tochter bei einem Unfall starben. Danach hat sich Diane zurück gezogen. Ihr Café ist ihr egal geworden, sie selbst sich auch. Ihr Freund Félix will sie aus ihrer Lethargie reißen. Aus Angst davor flüchtete sich Diane nach Mulranny in Irland. Dort sind alle nett zu ihr, außer ihrem Nachbarn Edward. Doch auch die beiden nähern sich einander an. DSC01474

Der Roman beginnt wie ein Wohlfühlroman. Er ist unterhaltsam, irgendwie traurig und auch schön zugleich, aber an irgendeinem Punkt beginnt das Buch zu rasen. Alles ist mir irgendwie zu schnell gegangen, zum Teil ohne Erklärung. Das Ende ist frustrierend und auch viel zu schnell. Ich habe die ganze Zeit auf ein schönes, zufriedenstellendes Ende gewartet. Wenige Seiten vor der Paperback-Rückseite war mir dann klar, dieser Roman hetzt zu sehr, als dass er glücklich machen könnte. Da macht der verhunzte Titel auch schon nichts mehr. Glückliche Leser – um 00:30 Uhr – sehen anders aus. Schade.

Agnès Martin-Lugand

Glückliche Menschen küssen auch im Regen,

blanvalet

ISBN: 978-3-7645-0528-8

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Lesen für den guten Zweck

Mein lieber Freund Lutz Schebesta hat es wieder getan: Einen Roman geschrieben.
„Blasehase“ ist ganz frisch auf dem Markt. Ich selbst habe ihn noch gar nicht gelesen –  was ich aber tun werde! Dennoch möchte ich heute schon mal auf den Roman aufmerksam machen. Denn das Lesen dieses Buches wird nicht nur, wie ich es von Lutz gewohnt bin, sehr unterhaltsam sein, sondern ist auch noch für den guten Zweck.

Pro verkauftem Buch gehen 50 Cent an die Deutsche AIDS-Stiftung. Warum? Das erfahrt ihr im Roman, der bestimmt wieder sehr unterhaltsam ist und sich dieses Mal dennoch einem ernsten Thema widmet – wenn ich ihn gelesen habe, dann hier natürlich mehr dazu. Hier der Inhalt:

DSC_0001 (4)Hauptsache Spaß…

Lena liebt Sex. Mit Anfang 20 hat sie schon eine ganze Menge Männer in ihrem Leben verführt. Ihren Spitznamen „Blasehase“ hat sich Lena so redlich im Kölner Nachtleben verdient. Schneller Sex bedeutet viel Spaß. Doch als sie dann bei einer Routineuntersuchung erfährt, dass ihre Lebenseinstellung schlimme Folgen haben kann, bricht eine Welt für sie zusammen. Ein HIV-Schnelltest schlägt bei ihr an. Aids? „Das bekommen doch nur schwule Männer und Drogenabhängige“, denkt sie. „Das muss ein Irrtum sein.“ Und dann trifft Lena auch noch den Traumtypen Ben und ihre Gefühle fahren endgültig Achterbahn…

Der neue Dramedy Roman von Bestseller Autor Lutz Schebesta über ein Thema, das eigentlich keines mehr sein sollte: HIV!

Lesen & Helfen. Für jedes regulär verkaufte Taschenbuch & eBook werden 0,50 € an die Deutsche AIDS-Stiftung gespendet.

Das ebook gibt es für jeden Reader (Kindle, Tolino, iPad etc.). Das Taschenbuch ist über Amazon erhältlich.

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Zeit ist die größte Entfernung zwischen zwei Orten

St. Louis in den 30er Jahren. Es ist  eine trostlose Zeit für die drei Familienmitglieder der Familie Wingfield, die jeder für sich ihren Problemen nachhängen und damit ungewollt den jeweils Anderen zur Last und nahezu unerträglich werden.

Mutter Amanda (fast schon zu sexy: Ragna Pitoll) kann zwei Dinge nicht verwinden: Den verschwundenen Ehemann, für den sie alle (besseren!) Bewerber abblitzen ließ und den Verlust ihrer Jugend und ihres einstigen Glanzes, ja, nahezu Ruhms. Sie möchte dieses Leben für ihre Kinder, die aber eigentlich etwas ganz Anderes wollen. Sohn Tom hält sich mit einer unwürdigen Arbeit in einer Fabrik über Wasser (und damit auch den Rest der Familie). Eigentlich ist er ein Dichter, Autor, Poet, ein Künstler, viel zarter besaitet noch als seine (körperlich) behinderte Schwester Laura. Matthias Thömmes und Anne-Marie Lux geben ein wunderbar harmonisches Geschwisterpaar ab, fast schon zu harmonisch, sodass sich auch hier wieder, wie im Williams‘ Drama, der Eindruck verfestigt, die einzig wahre Liebe für Tom und Laura wäre die unter den beiden Geschwistern.

Lux, am Anfang vielleicht ein wenig zu laut für die eigentlich zarte Laura, findet sich aber in ihre Rolle und gibt der jungen Frau Charakter, den Laura immer zu leugnen versucht. Thömmes reicht nicht ganz an den Charme von Sam Waterston heran, den ich immer mit Tom verbinde, gibt ihm aber ein ganz neues Selbstbewusstsein.

DSC_0003Während Laura nicht mehr zum Steno-Kurs geht und sich lieber zu Hause einschließt, Jungmädchenträume träumend und eine Menagerie an Glasfigürchen pflegend, treibt es Tom hinaus. Doch die Mutter möchte gerne beide Kinder unter der Haube sehen – idealerweise lukrativer als ihre eigene Verbindung. Also bringt eines Abends Tom seinen Arbeitskollegen Jim O’Connor mit (Martin Aselmann, gibt Jim die nötige Unseriösität durch nervöses Lachen und dem bleibenden Eindruck, dass er selbst diesen Typen nicht so ganz ernst nehmen kann). Jim ist Lauras Jugendschwarm – und irgendwie auch der Schwarm der restlichen Familie. Dieser eine Abend ist das einschneidende Erlebnis im Leben der Wingfields, für alle wird danach nichts mehr so sein, wie es war.

Es ist sehr bewegend und intensiv, den Vieren auf der Bühne zu zusehen, wie sie sich durch das Leben der Wingfields/O’Connors quälen, musikalisch untermalt wird es aber nicht zäh. Wie in der Verfilmung aus dem Jahr 1973 verfalle ich auch hier dem traurig-schönen Zauber der Geschichte. Eine besonders schöne Hommage an Tennessee Williams im Stück übrigens gleich zu Beginn. Mein bisheriges Theater-Highlight 2016.

https://www.nationaltheater-mannheim.de/de/schauspiel/stueck_details.php?SID=1593

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Vormerken! Es gibt was zu gewinnen

Es ist auch dieses Jahr wieder Welttag des Buches

PSST! Schon mal den Kalender zücken und einen Tag vormerken! Am 23. April ist es wieder soweit: Der Welttag des Buches wird gefeiert. Und da schenken wir Blogger wieder Lesefreude.

Auch hier wird es ein Gewinnspiel geben. Näheres verrate ich hier demnächst. Einfach vorbei schauen auf einem dieser Kanäle: Meine facebookseite und mein Blog freuen sich über Besucher. Außerdem findet ihr mich auf Twitter und Instagram! Schaut mal vorbei…

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Frohe Ostern!

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Allen Lieben, Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten und Lesern wünsche ich ein schönes Osterfest und eine angenehme (Vor-)Frühlingszeit!

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PS – Seid gespannt! Neben „Blogger schenken Lesefreude“ gibt es auch bald Neues von mir. Und dieses Mal so ganz anders, als gewohnt…

Meine facebookseite und mein Blog freuen sich über Besucher. Außerdem findet ihr mich auf Twitter und Instagram! Schaut doch mal vorbei…

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Gute Wünsche für alle Zeiten

DSC_0001Dieses Buch ist ein Zauberbuch„, so beginnt „Gute Wünsche aus der Bibel“ von meinem geschätzten Freund Georg Magirius. Und wirklich, das ist es. Denn mich erreichte es, als mein Licht gerade nicht so hell zu leuchten vermochte, wie es meine Freunde in mir sehen.

Auf „nur“ 64 schön bebilderten Seiten finden sich Wünsche für alle Zeiten und Lebenslagen. Anhand ausgewählter Bibelstellen erklärt Georg Magirius den Zauber jedes spezifischen Wunsches zu den Themen Großmut, Gelassenheit, Bewahrung, Freiheit, Segen, Reichtum, Schutz, Ernte, Geselligkeit, Friede, Unbekümmertheit, Stärke, Gesundheit, Ende der Angst, Licht, Liebe, Erfrischung. DSC_0002

Bei den Grimms im Märchen „Der Froschkönig“ hilft das Wünschen noch. Es dauert ein wenig, aber der Glaube hilft. Scheinbar haben wir das Glauben und Wünschen für unsere heutige Zeit verlernt. Mit diesem Buch aber können wir es wieder lernen, denn es lehrt uns, warum Wünschen und Glaube heute noch helfen.

Ein wunderbares Geschenkbuch für alle, die Aufmunterung, Trost oder Inspiration brauchen. Ein Buch, für das ich sehr dankbar bin, weil es mir gezeigt hat, dass ich noch immer leuchten kann, wenn ich nur daran glaube.

Gute Wünsche aus der Bibel (Gebundene Ausgabe), 

Georg Magirius

ISBN: 978-3-451-32871-8

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